Cornelius ging wie Kant davon aus, daß sich Ethik vernünftig begründen lasse. [Was ich nicht glaube.] Freiheit sei ein an (vernünftigen) Werturteilen orientiertes Verhalten. Unfrei-heit ein an anderen Dingen orientiertes Verhalten (Trieben, Leidenschaften, Gewohnhei-ten, äußere Gewalten). [Das erinnert an
Spinoza und noch viel weiter zurück an
Sokrates, der schon behauptete, Einsicht sei die erste Grundlage der
Tugend.] Die Freiheit des Einzelnen habe ihre Grenzen in der Freiheit der anderen. Rücksicht sei deshalb erforderlich. Hier habe der Staat und die Erziehung ihre Aufgaben.