Wilhelm Windelband

Wilhelm Windelband (1848 - 1915), deutscher Philosoph, Hauptvertreter der  Südwest-deutschen Schule des Neukantianismus. Schüler Lotzes, Professor in Heidelberg, besonders als Philosophiehistoriker von Bedeutung. Er sieht die Philosophie als kritische Wissenschaft von den allgemeingültigen Werten.

Naturwissenschaften und Geisteswissenschaft unterschieden sich darin, daß sich Natur-wissenschaften mit allgemeinen Gesetzen beschäftigten ("nomothetische" Wissenschaf-ten), die Geistes- bzw. Kulturwissenschaften (diese Begriffe werden in der Regel syno-nym verwendet) dagegen mit dem Besonderen, Einmaligen, Individuellen ("idiographi-sche" Wissenschaften). [Die  Relativitätstheorie gebe es heute auch, wenn es Einstein nicht gegeben hätte, aber die Zauberflöte gebe es heute nicht, wenn es Mozart nicht gegeben hätte. Nun gibt es allerdings Philosophen, die auch im Bereich der Kultur allgemeine Gesetzmäßigkeiten sehen, z. B. viele derer, die auf Marx aufbauen.]


Literatur, Sekundärliteratur und Links

Windelband im Internet:

Literatur:
  • Über die Lehren vom Zufall, 1870
  • Geschichte und Naturwissenschaft, 1894
  • Philosophie der Neuzeit
  • Philosophie des Altertums
  • Lehrbuch der Geschichte der Philosophie, 1892
  • Platon, 1900
  • Erneuerung des Hegelianismus, 1910
  • Einleitung in die Philosophie, 1914

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